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Wie und wieso entsteht ein Thrombus?

Die Gerinnung des Blutes ist praktisch die Erste-Hilfe-Reaktion des menschlichen Körpers auf Verletzungen. Sie verschließt eine frisch entstandene Wunde rasch mit einem Thrombus. Die Fähigkeit des Blutes zu gerinnen, ist also durchaus etwas Positives – ohne sie könnten schon kleinste Verletzungen tödlich enden.

Bei gesunden Menschen läuft im Falle einer Verletzung in Sekundenbruchteilen ein gut organisierter Prozess ab, der dem Körper hilft, die Verletzung schnell zu schließen, bevor es zu einem größerem Blutverlust kommt: Zunächst decken Blutplättchen, die so genannten Thrombozyten, die Verletzung des Blutgefäßes wie eine Folie ab. Dieser Verschluss ist jedoch nicht sehr stabil, sodass der Körper in einem zweiten Schritt die Verletzung dauerhaft abdichtet. Im Blut sind viele Stoffe enthalten, die in fein aufeinander abgestimmtem Zusammenspiel eine Wunde schließen. Dazu treten mehrere Eiweiße im Blut miteinander in Kontakt. Am Ende der Reaktion steht ein Blutgerinnsel, das die Wunde verschließt. Normalerweise wird es durch körpereigene Gerinnungshemmer auf den Bereich der Wunde beschränkt und langfristig im Rahmen des Heilungsprozesses wieder abgebaut.


Entstehung eines Blutgerinnsels (Thrombus)

Alles in Balance?

Bei gesunden Menschen befinden sich gerinnungshemmende und gerinnungsfördernde Stoffe in einem genau aufeinander abgestimmten Gleichgewicht. Wenn sich unbemerkt kleinere Thromben bilden, sorgt der Körper normalerweise selbst dafür, dass sie abgebaut werden und keine Probleme verursachen. Es gibt jedoch verschiedene Faktoren, die auf dieses Gleichgewicht einwirken, eine verstärkte Neigung zur Blutgerinnung auslösen und damit die Gefahr von Thrombosen erhöhen können. Dazu zählen persönliche Risiken wie eine erblich bedingte erhöhte Gerinnungsneigung des Blutes, zunehmendes Alter, Hormonpräparate oder Nikotinkonsum. Aber auch bei situationsbezogenen Anlässen wie einer längeren Phase der Unbeweglichkeit auf langen Flugreisen oder nach einer Operation steigt das Risiko für eine Thrombose. Insbesondere orthopädische Operationen an Hüft- und Kniegelenken gehen mit einem stark erhöhten Thromboserisiko einher.
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