Gefahr erkannt – Risiko gebannt? Leider stimmt das bei der Diagnose Bluthochdruck nicht ganz. Trotz Therapie haben zwei Drittel aller Patienten immer noch zu hohe Blutdruckwerte.
Die häufigste Ursache: Die Medikamente werden nicht regelmäßig eingenommen. Die Gründe dafür? Nachlässigkeit, die Krankheit wird auf die leichte Schulter genommen oder die Einnahme verschiedener Medikamente ist zu kompliziert. Moderne Medikamente (Fixkombinationen) können hier Abhilfe schaffen.
Unser Körper steuert den Blutdruck auf verschiedene Weise. Der Druck ist zum einen abhängig von der Stärke und Häufigkeit des Herzschlags, zum anderen von der Weite der Ateriolen. Sind die Arteriolen eng, steigt der Blutdruck; sind sie erweitert, sinkt er. Unser Gehirn empfängt Signale aus dem Herz-Kreislauf-System und setzt entsprechende Mechanismen zur Regulation in Gang. Ein weiteres Steuersystem basiert auf Hormonen. Bei Bluthochdruck greifen Medikamente an verschiedenen Stellen dieser Regelsysteme ein.
Für welches Medikament sich der Arzt entscheidet, hängt von der Höhe des Blutdrucks, dem Alter des Patienten und dessen Anamnese ab. Bei mehr als der Hälfte aller Patienten reicht ein einziger Wirkstoff nicht aus. Meistens müssen mehrere Medikamente miteinander kombiniert werden, wie beispielsweise bei den sogenannten "Fixen Kombinationen". Hier sind zwei Wirkstoffe in einer Tablette verarbeitet, der Patient muss daher nur an eine Tablette denken.



